Die wichtigsten Tipps für ein Kamerastativ unter 100€

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Für die Videoarbeit in der Gemeinde ist ein Kamerastativ nicht nur unverzichtbar, sondern soll oft auch in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommen. Auf der einen Seite soll es Stabilität bieten, trotzdem aber auch flexibel sein.
Egal, ob Gottesdienst-Aufzeichnung, Livestream oder Videoproduktion: Das Kamerastativ sollte als Tool funktionieren, das dir deine Arbeit erleichtert. Wie bei allem technischen Equipment gibt es bei den Kosten nach oben hin keine Grenzen. 
Dabei gehen wir auf drei Hauptaspekte ein: Das Kameragewicht, den Typ des Kamerakopfs und die Art der Aufnahmen.

1. Gewicht der Kamera

Das Gewicht deiner Kamera ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl eines geeigneten Stativs. Kameras und Objektive können stark variieren, von leichten Kompaktkameras und Camcordern bis hin zu schweren professionellen DSLR- oder spiegellosen Systemen mit Teleobjektiven.

  • Leichte Kameras: Für leichtere Kameras können kompakte und leichte Stative ausreichend sein. Diese sind oft aus Aluminium und können für eine statische Kamera ausreichen. Sollte man das Stativ aber auch für weitere Produktionen nutzen wollen, ist hier das Stativ im Hinblick auf Stabilität und Langlebigkeit vermutlich nicht die beste Wahl.
  • Schwere Kameras: Spätestens bei der Wahl von größeren Kamerabodys inklusive Objektiven, muss das Stativ einiges mehr aushalten und auch für Bewegungen der Kamera muss das Fundament des Stativs eine Stabilität mitbringen, die das Gewicht sicher tragen kann. Stative aus Carbonfaser bieten eine hervorragende Stabilität bei relativ geringem Eigengewicht, sind jedoch in der Regel schwierig für unter 100€ zu finden.

2. Der Kamerakopf

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Typ des Kamerakopfs. Hier gibt es zwei Hauptkategorien: statische und bewegliche Köpfe.

  • Statische Köpfe: Diese bieten keine oder nur begrenzte Beweglichkeit. Sie sind ideal für  stationäre Bilder, wie Totalen, die einmal eingerichtet und dann nicht mehr verändert werden.
    Hier darf es dann auch ein günstigerer Kopf sein.
  • Bewegliche Köpfe: Für dynamische Aufnahmen, Schwenks, Zooms und allem, wo ein Operator die Kamera bewegt, ist ein beweglicher Kopf unerlässlich. Kugelköpfe bieten große Flexibilität und ermöglichen schnelle Anpassungen der Kameraposition. Erfahrungswerte zeigen, dass diese Köpfe aber mehr für die Veränderung von einer in die nächste feste Kameraposition geeignet sind.
    Um die beste und weichste Bewegung der Kameras zu gewährleisten, kommt man unserer Auffassung nach, nicht um einen Fluidkopf drum herum.

3. Feste Kamera oder bewegte Kamera

Aus den ersten beiden Abschnitten geht schon hervor, dass einer der wesentlichen Faktoren für das Stativ ist, wie aktiv die Kamera bewegt wird. Hierbei kann man viel Geld bei einer festen, statischen Kamera sparen und mehr Geld in bewegte/bemannte Kameras und Stative investieren. 

  • Feste Kamera: Wenn die Kamera stationär bleibt, wie bei Totalen oder auch festen Bildern (z.B.: Drum Kamera oder Klavier), sollte das Stativ maximale Stabilität bieten. Gerade auf der Bühne, die auch Vibrationen übertragen kann, sollte das Stativ eine solide Basis und eine gute Verriegelung der Beine mitbringen.
  • Bewegte Kamera: Wenn die Kamera bewegt wird, wie bei der Verfolgung von Predigern, Musikern o.ä., ist die Stabilität des Stativs für die Beweglichkeit des Kopfs wichtig. Grundsätzlich bietet es sich an, die Position der Kamera festzulegen und mit einem stabilen Stativ zu fixieren, damit dann eine mögliche Bedienung flüssige und rückenfreie Bilder liefert.

Beispiele:

Statische Kamera mit einstellbarem Kopf:

1) Rollei CXi Serien

  • C6i und C5i sind in Benutzung und als stabil und empfehlenswert befunden

2) Rollei V5I Kopf

  • Lässt sich laut Community-Erfahrungen besser einstellen

Bewegliche Kamera mit Schwenkkopf:

1) Cayer BV30

  • Fluidkopf, Quick Release Platte und Schwenkarm

Stative über 100€:

1) Desview Video Tripod (140€ – Amazon)

2) SmallRig Heavy Duty Tripod (150€ – 400€)

3) NEEWER LL35 (ca. 350€)

Fazit

Die Wahl des richtigen Kamera-Stativs hängt stark von deinen individuellen Anforderungen ab und ist auch für uns immer eine Frage des Budgets. Aus unserer Sicht wollen wir an der Stelle aber aus Erfahrung auch ganz ehrlich sein: Ein Stativ für unter 100€, welche langlebig sein und viele gute Funktionen mit sich bringen soll, ist kaum möglich. Spätestens, wenn es zu Livestreams kommt, die mit Kameras arbeitet, die von Personal bedient werden soll, sollte diesen Leuten auch entsprechendes Equipment zur Verfügung gestellt werden und das übersteigt die 100€ durchaus.
Daher geben wir hier abschließend noch ein Stativ als Empfehlung weiter, welches die Ansprüche für alle Bereiche abdeckt und auch qualitativ langlebig und vielseitig nutzbar ist:

Sachtler System ACE M GS (660€ – Amazon)

Wir hoffen, dass dir der Artikel geholfen hat. Wenn du Fragen hast oder Anregungen und Vorschläge, auch aus eigener Erfahrung, dann schreib uns gerne in der Community. Wir freuen uns über einen regen Austausch.

Autor: Jonathan Bosien

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