Funkmikro Empfehlungen

  • Funkmikro Empfehlungen

    Veröffentlicht von alexander auf 1. Juni 2024 um 13:02

    Hallo Leute,

    wir haben aktuell die Sennheiser EW300 G3 Serie und prüfen weitere Käufe.

    Welche Empfehlungen könnt ihr für gute Funkmikros geben? Und welche Kapseln dazu?

    – Was eignet sich gut für die Vocals?

    – Was eignet sich gut für Moderation/Speaker?

    – Welches Frequenzband bevorzugt ihr für Gemeinden?

    – Ist die digitale Signalübertragung deutlich besser als die analoge?

    Würde mich freuen, wenn hier eine Diskussion über Funkstrecken unterschiedlicher Preisklassen entstünde. 🙂

    Danke euch!

    david_brnckr beantwortet vor 1 Monat 9 Mitglieder · 11 Antworten
  • 11 Antworten
  • kosta

    Mitglied
    1. Juni 2024 um 13:47
    300

    Nutzen 6 EW-DX Funkstrecken. Haben einen mix aus sE V7 und Sennheiser 945. Kann beide Kapseln gut empfehlen, macht ne Menge Spaß.

    Ich würde nur noch Digitale Funkstrecken kaufen, da sie mit ohne Störgeräusche den Ton von der Bühne bringen.

    Ansonsten auch sehr gute Erfahrungen mit Shure ULXD oder Shure Axient gemacht.

    ich bin gerne im Bereich von 470-520 MHz.

    • martin.gloede

      Mitglied
      1. Juni 2024 um 18:10
      4670

      Ich schließe mich der Empfehlung von EW-DX mit V7 an, habe ich selbst auch acht Strecken im Materialpark und bin sehr zufrieden.

      • eric

        Mitglied
        1. Juni 2024 um 19:55
        520

        Wo machen sich – außer im breiteren Frequenzspektrum die Unterschiedlichen zwischen ew-d und ew-dx bemerkbar?

      • martin.gloede

        Mitglied
        1. Juni 2024 um 20:44
        4670

        Frage falsch gelesen, doch ich lasse mal das stehen, was ich geschrieben habe:

        • Zum einen ist es die Latenz, die deutlich geringer wird. Die Digitalisierung findet im Handsender statt und mit den Dante-Empfängern wird das Signal via Dante weitergeleitet und erst am Amp wieder gewandelt, so spart man sich die DA- und AD-Wandlung, wodurch auch die Einbußen im Klang weniger werden.
        • Der zweite Punkt ist die digitale Übertragung. So hat man Empfänger entweder ein Signal, welches sauber ist oder bei schlechter Verbindung kein Signal und es kann nicht dazu kommen, dass man die typischen Störungen bei Problemen in der analogen Übertragung hat.
        • Die Empfänger sind App-Steuerbar und damit können die Einstellungen am Handsender vorgenommen werden, die dort nur bestätigt werden müssen und man an den kleinen Tasten nicht mehr rumspielen muss.

        Da ich keine EW-D nutze, kann ich es nicht genau sagen, aber es gibt zum Beispiel bei den Sendern nicht die Möglichkeit am Sender die Einstellungen zu verändern.

        Die Empfänger und das ist ein Riesen Vorteil, gibt es als Doppelempfänger in 9,5“ oder vierfach in 19“, somit spart man sich Platz im Rack, was für den Tourbetrieb sehr interessant ist.

        Wenn mir noch was einfällt; dann schreibe ich noch was.;)

        Besten Gruß

        • Diese Antwort wurde vor 1 Monat, 2 Wochen von  martin.gloede geändert.
      • timtastiktechnik

        Mitglied
        1. Juni 2024 um 20:54
        1750
        • Die ew-Dx sind vernetzbar und dann via Software steuerbar, auch in großen Setups. Die ew-D lassen sich nur per Bluetooth und App steuern, wobei dann glaub nur max. 12 Geräte gesammelt gesteuert werden können.
        • Die Übertragung ist bei ew-Dx verschlüsselt.
        • Die ew-Dx Handsender haben ein Display, die ew-D nicht – das Display ist sogar e-Ink, d.h. die Infos bleiben auch ohne Strom einsehbar
      • martin.gloede

        Mitglied
        1. Juni 2024 um 20:57
        4670

        Das sieht dann so aus im Display, finde ich sehr sehr praktisch, um sie sortieren zu können, auch wenn die Akkus noch in der Ladeschale sind.

      • Martin

        Administrator
        1. Juni 2024 um 23:02
        34520
        Coach

        Leute denkt dran immer auf die eigentlich Antwort zu antworten, sonst verschachtelt sich das bis in alle Ewigkeit 😀

  • timtastiktechnik

    Mitglied
    1. Juni 2024 um 13:57
    1750

    Wenn ihr mit euren aktuellen Funkstrecken kompatibel bleiben wollt, bietet sich natürlich die G4 Version an. Ansonsten kann ich die Sennheider ew-D wärmstens empfehlen, solang sich die Anzahl der Strecken in Maßen hält. Die ew-Dx sind wohl auch richtig gut, können aktuell aber soviel ich weiß nicht geliefert werden.

    Bzgl. Kapsel bin ich Fan der sE V7, gibt es sowohl für Sennheiser als auch für Shure. Sehr kostengünstiger Allrounder dem man mit entsprechend Processing auch viel entlocken kann, was man sonst eher von teureren (auch Kondensator) Kapseln erwartet. Taugt aufgrund der niedrigen Rückkopplungsanfälligkeit auch sehr gut für Moderation.

    Frequenztechnisch würde ich in den 470-6XX MHz Bereich gehen. Vorher halt mal schauen, wo die Regionalen DVB-T2 Sender sind und den Frequenzbereich dann vermeiden. 8XX MHz würde ich immer vermeiden, 1,8 GHz kann man aber schon auch machen.

    Persönlich würde ich digital mittlerweile immer bevorzugen, nicht unbedingt aufgrund der etwas besseren Qualität sondern wegen der deutlich besseren Robustheit gegenüber Funkstörungen – und im Fall der Sennheiser ew-D wegen der Interferenzfreien Übertragung, d.h. man muss sich nicht mehr in aufeinander abgestimmten Frequenzbändern bewegen oder komplizierte Berechnungen anstellen, sondern kann das Spektrum voll ausnutzen, so lang man genug Abstand zwischen den Sendefrequenzen lässt.

  • Richard

    Administrator
    1. Juni 2024 um 14:50
    9230
    Coach

    Hey,

    wenn du ein ganzes System kaufen möchtest, und nicht nur ein Handsender zu einem bestehenden System, würde ich in fast allen Fällen ein digitales System kaufen. Du erreichst im Schnitt ein höheres SNR (Signal-Noise-Ratio) in der Audio-Chain was man in der Realität wirklich hört. Vielleicht nicht immer auf deiner PA, aber auf den InEars und im Livestream macht sich das meist bemerkbar.

    Die angesprochenen Sennheiser Funkstrecken sollen echt nice sein, aber ich habe sie noch nicht verwendet. Mit Shure QLXD (oder ULXD) machst du in der Regel auch nichts falsch. Dante Integration kann ein wichtiges Feature sein, ist für viele aber auch unwichtig).

    Die ebenfalls angesprochenen sE v7 Kapseln sind wirklich ein Preis/Leistungsschlager. Es gibt noch brillantere Kapseln (z.B. dpa d:Facto, Shure KSM), aber die sind preislich einfach eine ganz andere Liga. Deshalb sind die sE Kapseln für viele Kirchen eine gute Wahl, aber kein Allerheilmittel. Die Supernieren-Richtcharakteristik kann dir bei Moderatoren, welche sehr wild gestikulieren, Probleme machen. Auch habe ich schon erlebt, dass der Klang von Kapsel zu Kapsel etwas abweichen kann. Wird das Mic aber richtig gehalten macht das viel Spaß.

    Den Frequenzbereich solltest du am besten einmal durchmessen und dich dann basieren auf deinem Ergebnis für einen der frei verfügbaren Bereiche entscheiden. Es kann z.B. auch sinnvoll sein, deine nicht miteinander kompatiblen Systeme (also z.B. InEars, Analogfunk und Digitalfunk) auf verschiedene Bereich zu legen um hier jeweils mehr Spielraum zu haben. Von 2,4 GHz Systemen rate ich aber generell ab.

    Viele Grüße

  • Simon_B

    Mitglied
    2. Juni 2024 um 15:10
    490

    Hallo zusammen,

    hat jemand auch schon Erfahrungen mit dem Shure SLX-D System gemacht? QLXD/ULXD sind da doch nochmal eine Stufe teuerer wenn man ein digitales System aus dem Hause Shure sucht.

    • david_brnckr

      Mitglied
      22. Juni 2024 um 12:31
      1570

      SLXD funktioniert auch super. Hat halt etwas mehr Knöpfe am Griff, da kommt man aber auch ausversehen nicht dran. Für mich sind die Shure Kapseln der große Vorteil, weil ich die von Sennheiser nicht so mag. Besonders 935 finde ich schrecklich. Habe auf Sennheiser Strecken eigentlich immer DPA oder SE Kapseln drauf. Bei Shure geht natürlich von Beta58a, Beta 87a und KSM9 alles gut. Für Sprache klappt bei Sennheiser die 965 auch gut.

      die Entscheidung zwischen EWDX und SLXD ist für mich nur eine Frage des Geschmacks bei den Kapseln. Von der Funktionalität können die im Prinzip das selbe.

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