Streaming Sound Fetter hinbekommen, ohne DAW.

  • Streaming Sound Fetter hinbekommen, ohne DAW.

    Veröffentlicht von phil auf 5. Juni 2024 um 8:22

    Hey,

    wir als Kirche sind noch nicht so zufrieden mit unserm Streaming Sound. Er ist halt nicht so Fett, eher Dünn und Dumpf. Meine Frage ist: bekommt man das auch ohne groß mit DAW zuarbeiten hin? Also nur mit den Mischpult eigenen Effekten.

    phil beantwortet vor 1 Monat, 1 Woche 6 Mitglieder · 11 Antworten
  • 11 Antworten
  • LukasH

    Mitglied
    5. Juni 2024 um 8:25
    1970

    Ein Gamechanger waren bei uns Saalmikrofone

    • phil

      Mitglied
      5. Juni 2024 um 8:28
      3190

      Das hat uns auch schon nach Vorne gebracht . Hat den ganzen Sound schon viel besser gemacht👍🏼

  • Churchi

    Mitglied
    5. Juni 2024 um 8:35
    3470

    Was habt ihr denn als Mischpult im Einsatz?
    Davon wird es abhängen, was ihr dezeit Routungtechnisch an Möglichkeiten habt.
    Was bei uns viel ausgemacht hat war das Einetzen von Ambience Mikros … Also Mikros, die zu den Leuten im Saal gerichtet sind um die Leute mit auf den Stream zu bekommen. … Da braucht man aber schon einige Erfahrung und Zeit beim Einstellen von EQ Compressor und NoiseGate (vorausgesetzt natürlich das Mischpult hat diese Möglichkeiten)

    Was mit jedem Pult geht und schonmal einiges bringt ist das Pannen der Instrumente/Stimmen. Also nichtt alles auf die Stereo Mitte, sondern eben geziehlt unterschiedlich stark pannen. Vor Allem bei Instrumenten, die in ähnlichem, oder gleichem Frequenzbereich spielen macht das viel Sinn, aber auch beim Schlagzeug, wenn man die einzelnen Toms dem Drumset entsprechend einstellt.

    Angesehen davon beim EQen schauen, dass man die unterschiedlichen Instrumente bewusst im gesamten Frequenzspektrum etwas verteilt. Also ruhig auch mal eine Frequenz z.B. einer Gitarre etwas anheben um ihr damit in diesem Frequenzbereich mehr Platz zu verschaffen. Im Gegenzug dann eine andere Gitarre oder das Klavier in derselben Frequenz etwas absenken.

    Effekttechnisch macht natürlich Hall bzw. auch Delay auf der Stimme viel aus. Da muss man aber aufpassen, dass man das nicht übertreibt bzw. dass man das auch wieder abdreht, wenn z.B. der Lobpreisleiter etwas sagt, oder einen Vers vorliest.

    Das sind nur mal ein paar grobe Dinge an denen man schraube kann. Alles in Allem hängt es aber stark davon ab was ihr aktuell an Equipment einsetzt und was dieses kann, oder eben nicht kann.

  • phil

    Mitglied
    5. Juni 2024 um 8:41
    3190

    Also wir haben eine Yamaha DM7C.

    Das Pult bietet natürlich viele Möglichkeiten. Wir benutzen Air Mics. Haben da aber kein Kompressor oder so was drauf. Haben nur ein EQ gemacht.

    Instrumente und so versuchen wir schon zu Panen. Auch die Instrumente und Sänger gut im Frequenz Spektrum einzuteilen.

  • Martin

    Administrator
    5. Juni 2024 um 8:44
    34520
    Coach

    Ja das geht. Wir machen das so seit Anfang an. Wenn du im Saal einen einigermaßen soliden Mix hast und am Ende ein Mastering drauflegst, kann man einen guten kompromiss bekommen. Mittlerweile machen das auch andere Churches so, wo der Busmix solider ist als so manch anderer Livestreammix seperat gemischt 🙂 Alivechurch @lauritz_lbr und ich meine auch mittlerweile Urbanlife Church @florianlambrecht und @simonlochner.

    Für uns war der Gamechanger Externe Plugins Live einzusetzen um alles auch im Saal kompakter und klarer zu bekommen. Mit so wichtigen Plugins wie mehrfachkompression auf den Vocals oder DynamicEq kann man so einiges rausholen.

    Und wie gesagt, wichtig wäre noch das Mastering am Ende. Ich weiß nicht welches Pult ihr habt, oder wie ihr Streamt, aber wir haben einfach in vMix Masteringplugins reingeladen.

    Alternativ kannst du auch onboard im Mixbus im Pult was draufpacken.

    • Martin

      Administrator
      5. Juni 2024 um 8:53
      34520
      Coach

      Ok mit DM7C habt ihr ja auch intern einige Möglichkeiten, sogar ohne externe Plugins.

      Wenn du willst, kannst du ja mal ein Streamausschnitt vom Worship posten, dann können wir dir konstruktives Feedback zum Mix geben.

  • phil

    Mitglied
    5. Juni 2024 um 9:00
    3190

    https://www.youtube.com/live/NQ74jP7Z6o8?si=FPAFWvL7FWi1XBQ9

    über Featback würde ich mich freuen :). Ist natürlich nicht so ganz Aktuell der Stream. Wir sind immer dabei den zu verbessern. Unsere nomalen Gottesdienste kürzen wir immer auf die Predigt nach dem Sonntag.

    Wir haben bis jetzt nur einen Kompressor/Limiter drauf. Den BusCom 369.

    Haben aber auch die Möglichkeit Externe Plugins ins Pult über PC zu benutzen. Über VST Elements.

    Danke jetzt schon mal für eure Tipps und Hilfe.

    • Diese Antwort wurde vor 1 Monat, 2 Wochen von  phil geändert.
    • Stefan

      Mitglied
      5. Juni 2024 um 20:08
      1150

      Moin Phil,

      ich habe mal in den Stream reingehört und folgendes ist mir aufgefallen (vieles ist natürlich Geschmackssache und eventuell technisch nicht umsetzbar):

      Ich möchte auch besonders auf den Beitrag von @lauritz_lbr hinweisen. Damit steht und fällt viel!

      Drums:

      • Habt ihr den Drum Bus komprimiert? Die Drums haben für meinen Geschmack sehr wenig Impact.

      Kick:

      • Mehr Low End und/oder einfach ein wenig lauter, dann eventuell ein wenig “Mitten-Bauch” reduzieren.

      Snare:

      • Die Snare hat leider keinen Attack mehr. Habt ihr da einen Kompressor mit sehr kurzer Attack-Zeit am Start? Die könnte für meinen Geschmack auch mehr Wumms (ca. 180 Hz) vertragen.

      Toms:

      • Sind sehr “attacky”, könnten mehr Wumms verkraften.

      Overheads:

      • Welche Mikrofone benutzt ihr als Overheads? Die könnten auf jeden Fall lauter sein, um den Sound zu “öffnen”. Habt ihr zwei Mikrofone da? Es klingt sehr mono.

      Je nachdem, wie das im Raum funktioniert, könnt ihr auch mal ausprobieren, einen kurzen Hall-Raum beim Schlagzeug einzusetzen. Die Snare könnte ebenfalls mehr Hall vertragen; eventuell mal ein Plate-Reverb ausprobieren.

      Bass:

      • Geht ein wenig unter, eventuell einfach lauter und komprimieren.

      E-Gitarre:

      • Hier steht und fällt natürlich viel mit dem Angebot der Gitarristen. Spielt er über einen Amp oder kommt da Line-Level aus einem Sim?

      Es klingt sehr mono. Wenn er Stereo abgeben würde, würde das unheimlich viel fürs Stereobild machen. Wenn ein Amp mit einem Mikro abgenommen wird, entweder doppelt auflegen und einen Kanal ein wenig verzögern (Zeiten ausprobieren, oft reichen schon wenige Millisekunden und dann hart pannen) oder ein zweites Mikro vor den Amp stellen. Dann aber auf die Polarität achten.

      Zum Testen bei einem der beiden Mikrofone die Polarität drehen und hören, ob die Gitarre weniger Low End hat.

      Piano:

      • Das Nord könnte für meinen Geschmack stärker komprimiert sein und sich dadurch ein wenig “smoother” in den Hintergrund begeben.

      Sänger:

      • Bei den Sängern gerne mal im Low-Mid-Bereich aufräumen, das würde dem Mix auch deutlich helfen.
      • Dann mal schauen, ob sie mehr Hall + Delay vertragen.
      • Ihr könntet auch, trotz hervorragender Sänger, darüber nachdenken, sie zu tunen. Das tut besonders einem Stream sehr gut.

      Audience:

      • Hier würde ich mal mit Mikropositionen und -charakteristiken experimentieren, damit man nicht so stark einen einzelnen Besucher hört, sondern eher die große Masse. Wie viele Atmos nutzt ihr? Welche Mikrofone sind das?

      So viel erst einmal beim ersten Hören.

      LG Stefan

      • phil

        Mitglied
        5. Juni 2024 um 21:53
        3190

        Danke dir für deine Hinweise und Tipps. Wir werden mal schauen was wir davon umsetzen können.

        Bei den Drums haben wir zwei Overheads Mikros von Sennheiser die 914er.

        Haben die nicht so weit gepent. Da wir sonst im Saal Probleme bekommen.

        Bei den Airmics haben wir zweiRode NTG1. Wir haben die In der Truss hängen die oberhalb der Bühnenkante hängt. Und haben die mittig in die zwei Sitzblöcke gerichtet.

  • lauritz_lbr

    Mitglied
    5. Juni 2024 um 9:48
    620

    Ich würd unabhängig von allem auch noch ein ganz anderes Thema in den Ring werfen – PA Tuning. Meiner Meinung nach je besser eine PA getuned ist, desto besser kann sich ein Stream Mix vom Pult übertragen. Wenn deine PA zu viele Low Mids und Höhen hast und du das in deinen Channels & Gruppen kompensierst, dann wirkt dein Stream zB dünn und dumpf weil du überall Low Mids und Höhen ziehst um den Raum zu kompensieren. Das wird dir natürlich auf dem Stream dann fehlen. Wenn dein Raum sauber klingt und du nichts auf den Kanälen übermäßig kompensieren musst hast du eine höhere Chance, dass der Stream vom Pult nach was klingt.

    Gleiches gilt natürlich nochmal für den Raum, wobei man da natürlich weniger direkte Eingriffsmöglichkeiten hat.

    Dann natürlich auch die Klassiker die hier teilweise schon beredet wurden. Nicht direkt die PA Summe streamen sondern eine Matrix, dann hat man für die PA einen Ort wo man tunen kann. Und die Stream Matrix kann man dann schön laut machen, etwas aufhellen, breiter machen etc.

    Je nachdem wie dein Pultfile aufgebaut ist kannst du zB auch probieren deine Gruppen auf die Stream Matrix zu schicken statt den Master, dann hast du die Möglichkeit die Verhältnisse nochmal anders zu setzen, falls sich was nicht so gut überträgt.

  • phil

    Mitglied
    10. Juni 2024 um 10:20
    3190

    Moin,

    kleines Update:

    Haben uns noch mal alles genau angeschaut. Und haben bei uns in der Stream Matrix einen Fehler gefunden. Und zwar hatten wir einen Limiter auf der Stream Matrix drauf. Der hatte ein viel zu hohes Eingangssingal. So hat der Limiter viel zu viel gearbeitet und unsern ganzen Stream kaputt gemacht. Haben jetzt die Einfangssingale runtergefahren und den Limiter ausgetauscht. Haben jetzt ein Plugin mit Kommpressor und Limiter in einem. Den Yamaha Bus Com 369. Der ist wohl extra für solche Anwendungen. Und haben noch ein Mastering Plugin dahinter gesetzt. Der noch mal den Klang weicher und offener macht.

    Hatten gestern schon ein viel besseren Sound mit schönen Höhen und die Tiefen kamen auch sehr gut raus.

    Ich danke euch noch mal für die ganzen Anregungen und Tipps.

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