Infoscreen in der Gemeinde

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  • Infoscreen in der Gemeinde

    Veröffentlicht von lgerman auf 21. Juni 2024 um 21:05

    Moin!

    Wir wollen bei uns in der Gemeinde demnächst einen Infoscreen (Fernseher) im Foyer aufhängen, über den wir Infos nach dem Gottesdienst, aber auch einen Video-Feed während des Gottesdienstes anzeigen können.
    Das ganze System soll in der Bedienung natürlich verlässlich und so einfach wie möglich sein, damit andere Ehrenamtliche, vor allem aus dem Technikbereich, damit gut umgehen können.

    Ich schreibe nachfolgend mal meine Gedanken auf und freue mich über Input von euch, wie, sprich mit welcher Soft- und Hardware ihr das lösen würdet, oder in der Vergangenheit bereits bei euch gelöst habt.
    Wir haben bereits einen Fernseher (32″) aber sonst nichts. Budget für das gesamte Setup: ~2000€

    Ein paar Eckdaten:

    • Für den Start würde uns vermutlich eine feste Kameraperspektive reichen – es geht hauptsächlich darum, dass die Predigt für die Eltern mit Kindern in anderen Räumen mitverfolgt werden kann. Ich denke aktuell an eine PTZ-Kamera. Was würdet ihr da empfehlen? Preise?
    • Traumlösung wäre: Es gibt eine Software, in der ich den Feed zwischen Infos/Kamera simpel mit einem Klick remote umschalten kann. Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, mit zwei Videoquellen (einmal PC & einmal Kamera) direkt in den Fernseher zu gehen und dann per Fernbedienung des Fernsehers umzuschalten.
    • Der Infoscreen sollte auch (mit den Infos) laufen können, wenn die Technik-PCs ausgeschaltet sind. Auf die Kamera kann in diesem Szenario verzichtet werden. Für den Betrieb des Screens an sich braucht es also eine Standalone-Lösung => RasperryPi?
    • Cool wäre, wenn die Software, die den Screen z.B. auf einem RPi betreibt selfhosted/lokal laufen würde.
    • Die Software sollte Grafiken in einem Diashow-Modus und Videos unterstützen. Websites wären auch klasse, ist aber nicht ganz so wichtig.

    Sicherlich gibt es auch noch ein paar Lücken in meinen Überlegungen, die ich noch nicht bedacht habe. Ich bin daher auf eure Ideen und Erfahrungen gespannt. 🙂

    Domi beantwortet vor 3 Wochen, 5 Tage 6 Mitglieder · 6 Antworten
  • 6 Antworten
  • T3CHNIKFR3AK

    Mitglied
    21. Juni 2024 um 21:30
    6040

    Salü

    Bei uns in der Gemeinde setzen wir auf die Public Displays von Philips. Diese haben eine API Schnittstelle und können daher relativ einfach ferngesteuert werden. Hinter den Screens befinden sich RPi’s welche den Content bringen. Zusätzlich befindet sich einer an unserem Videomischer. So haben wir folgende Möglichkeiten:

    • Vor dem GD kommen die Folien ab dem RPi hinter dem Screen
    • Beim Start des Streams schalten wir den Screen Remote via API von HDMI 1 auf HDMI2 an welchem unser Live Signal hängt vom Videomischer, damit kommen nun die Folien ab dem RPi hinter dem Videomischer. Das Umschalten erfolgt nun über die Videoregie und entsprechend ist auch der Live Feed inkl. ProPresenter etc. zu sehen.
    • Nach dem GD wird über die API automatisch wieder auf den RPi hinter dem Screen geschaltet.

    Diese Lösung hat für uns folgende Vorteile:

    1. Unabhängikeit von irgendwelchen Technik Rechnern
    2. Screens können unter der Woche ebenfalls mit den Folien bespielt werden. Wir haben einen beim Eingang zum Sekretariat, welcher auch aus dem CT die Belegungen anzeigt.
    3. Zuverlässiges System
    4. Einfache Verwaltung auch durch “Technikfremde” möglich

    Software haben wir als erstes auf pisignage gesetzt. Da wir da aber mit den Möglichkeiten und Speicherbegrenzungen an den Anschlag kamen, haben wir umgestellt auf yodeck. Yodeck gibt es für einen Player gratis. Bei Yodeck ist die Verwaltung Cloudbasiert, die Player laufen aber auch weiter ohne Internet, Bandbreite wird nur beim Deployment von neuem Content benötigt. Nebst Videos, Bildern und Websites, kannst du auch Interaktive geschichten und relativ viel einbindungen in drittsysteme einfach realisieren.

    PiSignage kannst du Gratis mit 2 Playern haben, Management kannst du auch auf Docker basierend Lokal Hosten. Die Verwaltung ist aber ein wenig komplexer als bei Yodeck. Hier kannst du Bilder, Videos, Websites, etc. einbinden.

    Wenn du ein etwas kleineres Setup erstellen möchtest, könntest du auch einen ATEM Mini nutzen, den Ausgang an den Screen und an die Eingänge die Kamera und den RPi. Somit hast du ein einfaches Setup welches du gut erweitern kannst und unabhängig von Technik Rechnern bist.

    • Diese Antwort wurde vor 4 Wochen, 1 Tag von  T3CHNIKFR3AK geändert.
  • hermannr

    Mitglied
    21. Juni 2024 um 22:10
    600

    Servus,

    wir nutzen als Infoscreen yodeck. Ist mit 2 devices kostenlos und läuft sehr stabil. Brauchst einen raspi mit dem Original Netzteil (Sehr wichtig, da ein normales USB Netzteil nicht die geforderten 5,1v glaub ich liefert, sondern nur 5V)

    Der läuft auch offline, kann aber nur mit Internet upgedated werden. Definierte Playlists mit Zeiten laufen aber stabil offline. Video läuft sehr gut, es ist einfach zu bedienen.

    Dann brauchst du ja nur noch einen HDMI switch/Mischer wie du es schon vorgeschlagen hast.

  • Rob

    Mitglied
    22. Juni 2024 um 8:48
    5680

    Moin 🙋🏻‍♂️

    Wir nutzen auf zwei Screens piSignage – läuft soweit gut mit den Rahmenbedingungen, die es mitbringt.

    Nett finde ich, dass man den Screen aufteilen kann. Wir haben Screen hochkant (sieht immer cool aus, weil immer noch nicht so häufig zu sehen) und den anderen quer. Der steht im Foyer, dass auf 1/5 des Screens auf die WCs hingewiesen wird, auf den anderen 4/5 laufen dann Slides.

    Bei den genannten Anforderungen würd ich wahrscheinlich auch auf eine Kombination aus Raspberry Pi und ATEM Mini (also die kleine Variante) gehen (plus ggf. kleiner Switch, Ethernetkabel und Kleinkam). Aber da bist du deutlich unter 2.000,- €

    Auf den Raspi piSignage und Companion drauf. Dann Kamera und Pi per HDMI an den ATEM. Mit einem kleinen Streamdeck, den du an den Pi anschließt, kann man dann schön beschriftete Button machen, sodass auch Laien checken, wie es geht.

    ✌🏼

  • c-records

    Mitglied
    22. Juni 2024 um 10:02
    2300

    Wir nutzen bei uns Birddog PTZ und sind zufrieden mit denen.

    Bei uns haben wir nen Videorechner nit Casper CG und entsprechend noch ein paar Streamdecks zur Steuerung, aber das ist von der Bedienung her doch eher für die fitteren User, denke ich.

    Programmierung von dem Zeug macht bei uns jemand der vom Job her Itler ist. Da bin ich leider raus.

  • lgerman

    Mitglied
    23. Juni 2024 um 14:05
    1150

    Danke für all eure Antworten und Vorschläge. Das hilft mir schon mal sehr! piSignage gefällt mir auf den ersten Blick am Besten. Das werde ich mir mal genauer anschauen.
    Die Idee mit dem ATEM Mini ist auch gut. Ich denke, dass wir diese Route gehen werden. Wir starten erstmal nur mit einem einzigen Screen. Das Setup ist also in der Tat zunächst nicht so groß.

    @T3CHNIKFR3AK was du da angestellt hast klingt sehr cool! Ist aktuell allerdings noch ein bisschen overkill für uns. 🙂

  • Domi

    Mitglied
    24. Juni 2024 um 17:57
    3690

    Falls dein Videosignal per NDI ankommen sollte, würd ich dir empfehlen einen kleinen mini PC an den TV zu hängen und dort OBS zu betreiben. (Raspi ist für NDI zu schwach)

    Dort legst du eine Kameraszene und eine Slideshow Szene an. Die Szenen kannst du evtl über Companion wechseln, falls schon im Einsatz…

    Die Inhalte der Slideshow müssten sich über Dropbox, Nextcloud, etc. syncen lassen.

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