In-Ear Monitoring für Sänger

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Die Nutzung von In-Ear-Monitoren (IEMs) kann besonders für Sänger herausfordernd sein, weil sie oft nur mit gewöhnlichen Monitore gearbeitet haben. 

Hier sind einige wertvolle Tipps und Tricks, die aus den Erfahrungen unserer Community stammen um das IEM-Erlebnis zu verbessern.

Auswahl der richtigen In-Ear-Kopfhörer

Ein guter In-Ear-Kopfhörer muss nicht teuer sein, sollte aber auf keinen Fall ein einfacher Handy-Kopfhörer sein. Investiert in hochwertige, aber preislich vernünftige Modelle, die gut im Ohr sitzen und eine gewisse Abschirmung zur Umgebung erzeugen. 
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Optimierung des Monitormixes

Nutzung von Atmosphärenmikrofonen

Platziert Raum- und Ambientemikrofone, um den Sängern ein Gefühl für den Raum zu geben. Dies kann die Isolation durch die In-Ears verringern und ein natürlicheres Hörerlebnis schaffen.

Hinzufügen von Effekten

Gebt den Sängern einen Hauch von Reverb auf ihre Monitormixe. Das macht den Klang natürlicher und angenehmer. Auch EQ, Panning, Compressor und Limiter können helfen, den Klang zu verbessern und dynamische Quellen besser hörbar zu machen.

Stereo vs. Mono

Ein Stereo-Mix kann das Hörerlebnis erheblich verbessern, da es natürlicher klingt und weniger ermüdend ist. Falls das Budget es zulässt, wechselt von Mono zu Stereo. Dies kann den Sängern ein angenehmeres und weniger klaustrophobisches Gefühl geben.

Immersives Audio

Falls euer Budget es zulässt, könnte die Einführung eines immersiven Audio Systems wie z.B. das KLANG-System eine lohnende Investition sein. KLANG ermöglicht eine räumliche Darstellung der Soundquellen über die Kopfhörer, was das Hörerlebnis deutlich verbessert und die In-Kopf-Lokalisation reduziert.

Schulung und Gewöhnung

Bietet Schulungstage an, bei denen die Musiker ihre In-Ear-Mixes selbst einstellen können. Führt sie in die Grundlagen ein und lasst sie verschiedene Einstellungen ausprobieren. Eine kontinuierliche Nutzung und regelmäßige Anpassungen helfen dabei, sich an das System zu gewöhnen. Nehmt euch Zeit und hört und nehmt euch den Bedenken, Anliegen und Problemen in Ruhe an!

Verwendung von Personalmonitor-Mixern

Personalmonitor-Mixer können die Akzeptanz von In-Ear-Systemen erhöhen. Mit diesen Geräten können Musiker ihre eigenen Mixe erstellen, was oft zu besseren Ergebnissen und höherer Zufriedenheit führt.

Aber auch hier sollte vorher eine ausführliche Schulung stattfinden.

Weitere Tipps

  • Nutzt beide Hörer, um das Ohr zu schonen und Stereoeffekte zu genießen.
  • Beginnt mit den wichtigsten Signalen für den Musiker und mischt dann die anderen leiser hinzu.
  • Stellt sicher, dass die PA während der Mix-Erstellung den endgültigen Pegel erreicht, damit der Mix auch bei hohen Lautstärken gut klingt.

Zusammenfassung

Ein optimales In-Ear-Erlebnis erfordert die richtige Technik und etwas Geduld. Die passenden Kopfhörer, gut eingestellte Monitormixe und eine Einführung von Personalmonitor-Mixern können den Unterschied machen. Nehmt euch Zeit und findet heraus, was für eure Sänger am besten funktioniert.

Welche Erfahrungen habt ihr mit In-Ear-Monitoren gemacht? Teilt eure Tipps und Tricks in den Kommentaren!

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