Richtlinien für ehrenamtliche Arbeit

Unsere Vision ist nachhaltige und gesunde Kirche zu fördern. Dies schließt für uns auch ein gesunder Umgang mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden mit ein. Diese Guideline dient dazu, ehrenamtliche Mitarbeit zu ehren und Freiwillige zu schützen.

1. Allgemeine Erwartungen

  • Respekt und Wertschätzung: Jede Leitungsperson soll seine (ehrenamtlichen) Mitarbeitenden mit Respekt und Würde behandeln. Dies beinhaltet höfliche Kommunikation und das Vermeiden von herabwürdigenden Bemerkungen.
  • Gemeinschaftsförderung: Die Struktur des Teams soll grundlegend darauf ausgerichtet sein, Gemeinschaft und das Miteinander zu fördern.

2. Einsatzbereiche und Rollen

  • Klare Positionen: Jede freiwillige Tätigkeit sollte eine klare Rollenbeschreibung haben, die Titel, Zweck der Aufgabe, erwartete Ergebnisse, Aktivitäten, Qualifikationen, Zeitrahmen, Einsatzort, Betreuung und Vorteile umfasst​.
  • Gesunder Umgang: Freiwillige fördern einen gesunden Umgang miteinander, indem sie regelmäßige Pausen, Zugang zu gesunden Snacks und genügend Zeit für Erholung ermöglichen​.
  • Arbeitssicherheit: Es müssen zu jederzeit geltende Richtlinien und Gesetze hinsichtlich der Arbeitssicherheit und Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden.
  • Zeit: Wer ein Ehrenamt ausübt, schenkt Zeit. Diese muss wertgeschätzt werden, indem sie nicht als unendliche Ressource betrachtet wird, sondern gezielt Zeitpläne erstellt und kommuniziert werden. Das beinhaltet auch, wann Zeit für Pausen oder andere Aktivtäten ist.

3. Betreuung und Zusammenarbeit

  • Ansprechpartner: Es muss eine klare Ansprechperson geben, die während des Einsatzes für Anliegen der Freiwilligen zur Verfügung steht.
  • Feedback und Schulung: Eine Feedback-Session oder Schulung sind essenziell, um die Arbeit der Freiwilligen kontinuierlich zu verbessern und ihnen das Gefühl zu geben, gehört und wertgeschätzt zu werden​.
  • Technologische Unterstützung: Freiwillige sollen Zugang zu relevanten Tools und Plattformen haben, um ihre Aufgaben optimal zu erfüllen​.
  • Unterweisung: Vor Ort ist eine Unterweisung durchzuführen, um allen Mitarbeitenden einen Überblick über den Einsatzort, Rückzugsorte und geltende gesetzliche Bestimmungen zu geben.

4. Rekrutierung und Diversität

  • Gezielte Rekrutierung: Freiwillige sollen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen rekrutiert werden. Eine vielfältige Rekrutierung, die unterschiedliche Altersgruppen, Geschlechter, Bildungshintergründe und kulturelle Hintergründe berücksichtigt, wird gefördert​.
  • Monetarisierung: Stehen finanzielle Mittel zur Verfügung, sollte sich an aktuellen Branchenstandards orientiert werden. Es ist nicht akzeptabel, dass christliche Selbständige durch den Einsatz von Ehrenamtlichen aus dem Markt gedrängt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass Christen sich als Professionelle etablieren können und Schlüsselpositionen bei großen Events auch entsprechend vergütet werden.

5. Anerkennung und Wertschätzung

  • Regelmäßige Wertschätzung: Freiwillige sollen regelmäßig für ihre Arbeit anerkannt und wertgeschätzt werden. Dies kann durch kleine Geschenke, öffentliche Anerkennung oder spezielle Veranstaltungen geschehen.
  • Zugewinn: Der Einsatz muss darauf ausgerichtet sein, dass auch die Freiwilligen davon profitieren. Dies kann z.B. ein umfangreicher Wissenszuwachs oder Erfahrungsgewinn sein.
  • Erstattung: Es gilt zu prüfen, ob eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden kann. Eine Fahrtkostenerstattung sollte angeboten werden. Beides ist nicht immer möglich, aber es gilt, transparent den eigenen Umgang zu kommunizieren, um Missverständnissen vorzubeugen.
  • Zugang zur Veranstaltung: Der Zugang zur Veranstaltung, auch außerhalb der ehrenamtlichen Tätigkeit, muss kostenlos möglich sein. Eintritt von ehrenamtlichen Mitarbeitenden zu verlangen, ist unzulässig.
  • Catering und Verpflegung:  Es ist selbstverständlich, dass Freiwillige während ihrer Tätigkeit durch die Organisationsleitung kostenlos verpflegt werden und ausreichend Getränke und Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.

6. Glauben und Spiritualität

  • Christliche Werte leben: Leitende und Mitarbeitende sollen die christlichen Werte der Nächstenliebe, Demut und Vergebung in ihrem Verhalten und ihren Interaktionen widerspiegeln.
  • Gebet und geistliche Unterstützung: Freiwillige werden ermutigt, regelmäßig für die Gemeinschaft, die Projekte und die beteiligten Personen zu beten. Geistliche Unterstützung und gemeinsames Gebet sind integrale Bestandteile unserer Arbeit.
  • Glaubensbasierte Unterstützung: Bei der Unterstützung anderer Mitglieder soll der christliche Glaube als Grundlage für Ermutigung, Trost und Hoffnung dienen. Freiwillige sollen die Möglichkeit haben, über ihren Glauben zu sprechen und andere zu inspirieren.
  • Integration des Glaubens in die Arbeit: Alle Aktivitäten und Projekte sollen im Einklang mit unseren christlichen Werten und Überzeugungen durchgeführt werden. Die Förderung eines respektvollen und unterstützenden Umfelds, das auf dem Glauben basiert, ist von größter Bedeutung.

Mit der Erklärung der Einhaltung dieser Richtlinien dürfen Anfragen für ehrenamtliche Mitarbeit in die liVexo-Community gepostet werden. Es unterliegt dabei GoødWorks,  Einzelfallentscheidungen durchzuführen.